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Funktion einer Biogasanlage


1. Rohstoffe | 2. Biogasreaktor | 3. Biogasentstehung | 4. Umwandlung von Biogas in Stom und Wärme | 5. Ausbringung als hochwertiger Dünger

1. Rohstoffe
In landwirtschaftlichen Biogasanlagen kommen vor allem Wirtschaftsdünger (Gülle und Mist) und sog. NAWAROS (nachwachsende Rohstoffe) wie Mais und Raps in Form von Silagen zum Einsatz. nach oben
 
2. Biogasreaktor
Zentraler Baustein einer Biogasanlage ist ihr Reaktor, der sogenannte Fermenter, in dem die eingebrachte organische Substanz abgebaut wird. Der Fermenter besteht im Wesentlichen aus einem gasdicht abgeschlossenen und beheizbaren Behälter aus Stahl oder Stahlbeton. Die Rührwerke durchmischen das Substrat. Zur effektiven und vollständigen Ausfaulung der Inputmaterialien wird daran häufig ein Nachgärlager angeschlossen. nach oben
 
3. Biogasentstehung
Im Fermenter herrschen beste Lebensbedingungen für Gärbakterien. Sie wandeln unter Luftabschluß einen großen Teil der Organik zu Biogas um. Dieser Prozess findet in vier aufeinander folgenden Teilschritten statt: Im ersten Schritt, der Hydrolyse, werden die langkettigen Inputstoffe in kleinere Verbindungen aufgespalten. In der Versäuerungsphase folgt ein weiterer Abbau der Zwischenprodukte zu niederen Fettsäuren, Kohlendioxid und Wasserstoff, die während der Essigsäurebildung zu Vorläufersubstanzen des Biogas umgewandelt werden. In der letzten Phase, der Methanogenese, wird schließlich das Biogases mit einem Methangehalt zwischen 50 bis 70 Prozent gebildet. nach oben
 
4. Umwandlung von Biogas
in Strom und Wärme

Das Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk verbrannt, um Strom und Wärme zu erzeugen. Aufgrund der im EEG zugesicherten Vergütung wird der Strom im Regelfall ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Mit einem kleineren Teil der Wärme wird der Fermenter beheizt, der größere Teil kann zur Heizung von eigenen Gebäuden verwendet oder an Dritte verkauft werden. nach oben
 

5. Ausbringung als hochwertiger Dünger
Fäkalien aus landwirtschaftlicher Tierhaltung sind ein hochwertiger Dünger und grundsätzlich wieder auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ausgebracht werden.
Beim Abbau im Fermenter werden lediglich die organischen Bestandteile in Biogas umgewandelt, während die mineralischen Nährstoffe erhalten bleiben. Durch die Ausfaulung in der Biogasanlage verbessern sich zudem zahlreiche Eigenschaften des Substrats: Es ist gegenüber unbehandelter Gülle wesentlich geruchsärmer, nicht ätzend und kann besser ausgebracht werden. Außerdem werden Krankheitserreger abgetötet und störende Samen verringert, wodurch die Pflanzen die Nährstoffe besser aufnehmen können. Ausgefaulte Biogasgülle ist daher hinsichtlich seiner Umwelt- und Düngeeigenschaften der unbehandelten Gülle deutlich überlegen.
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Detailierte Informationen rund um die Biogastechnik finden Sie hier:
www.fachverband-biogas.de
www.bio-energie.de