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Bioenergie im Mix der regenerativen Energien

Als Speicher nutzbar

Energie aus Biomasse spielt im Mix der regenerativen Energien wie Wind, Wasser, Solarenergie und geothermischer Energie eine wichtige Rolle. Denn Biogas ist speicherbar und kann in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt werden, sobald der entsprechende Bedarf besteht. Alternativ besteht die Möglichkeit, Biogas nach entsprechender Aufbereitung ins Erdgasnetz einzuspeisen. Zum Ausgleich der schwankenden Stromerzeugung aus Windenergie- und Solaranlagen werden die Qualitäten der Bioenergieanlagen immer wichtiger.


Zwei Atomkraftwerke schon ersetzt

Schätzungsweise 1.200 Biogasanlagen sind in Deutschland 2011 neu ans Stromnetz angeschlossen worden. Mit der installierten Leistung aller Biogasanlagen von aktuell knapp 2.800 Megawatt kann der Strombedarf von etwa 5,1 Millionen Haushalten gedeckt werden. Die dezentralen Anlagen ersetzen damit schon heute mindestens zwei Kernkraftwerke.

Großes Potenzial

Die kurzfristig nutzbaren technischen und wirtschaftlichen Potenziale sind nach einhelliger Meinung der Experten erheblich und größer als bei allen anderen regenerativen Energieträgern. 
Dabei sind die Möglichkeiten der energetischen Biomassenutzung sehr vielfältig. Als Einsatzstoffe kommen einerseits eigens für die Energieverwendung angebaute Pflanzen und andererseits Rest- und Abfallstoffe in Frage. Beide Möglichkeiten bieten neben der reinen Energienutzung noch weitere Vorteile. Die Produktion nachwachsender Rohstoffe trägt bereits heute zur Sicherung vieler landwirtschaftlicher Existenzen bei und stellt einen großen Wachstumsmarkt dar.

Abfall verwerten


Bei der Verwertung von organischen Rest- und Abfallstoffen in eigens dafür konzipierten Anlagen können Ver- und Entsorgungsprobleme gleichzeitig gelöst werden. Im Vergleich dazu sind herkömmliche Verwertungswege wie die Kompostierung häufig teurer und erfordern zusätzlichen Energieaufwand.

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Wachsende Bedeutung der Bioenergie

2010 erzeugten die Biogasanlagenbetreiber in Deutschland mehr als 13 Milliarden Kilowattstunden Biogas-Strom und verkauften ihn zu einem im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Preis an den Netzbetreiber vor Ort. Das entspricht mehr als zwei Prozent des deutschen Stromverbrauchs.

Beitrag zum Klimaschutz

Durch die Substituierung fossiler Brennstoffe (Öl, Kohle, Erdgas) reduziert die Stromproduktion aus Biogas die Kohlendioxidemission um mehr als zehn Millionen Tonnen pro Jahr. Zudem verhindert die kontrollierte Vergärung von Gülle oder kompostierbaren Abfällen das Entweichen von Gasen wie Methan, die für das Klima noch schädlicher sind als etwa Kohlendioxid.
Eine Biogasanlage mit einer installierten elektrischen Leistung von rund 500 Kilowatt (kW) erzeugt aus rund zwei Millionen Kubikmetern Biogas etwa vier Millionen Kilowattstunden Strom und 3,5 Millionen Kilowattstunden Wärme im Jahr. Sie ersetzt damit umgerechnet 1,2 Millionen Liter Heizöl. Damit kann ein Landwirt in seinem eigenen Kraftwerk im Jahr genug Strom für mehr als 1.000 durchschnittliche Haushalte erzeugen. Gleichzeitig produziert das BHKW ausreichend Wärme, um knapp 150 Haushalte zu beheizen. 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz

Anlagen, die aus Biomasse Strom erzeugen, fallen in Deutschland ebenso wie Windkraftanlagen unter das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Danach ist der örtliche Energieversorger verpflichtet, den erzeugten Strom zu einem festgelegten Abnahmepreis ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. 
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Erprobte Technik

Parallel zur Sicherung der gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden in den vergangenen Jahren signifikante Fortschritte in der Anlagentechnik erreicht, so dass insbesondere die Biogastechnologie heute als weitgehend ausgereift gilt. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Bau und den Betrieb von Biogasanlagen waren noch nie so günstig wie heute.

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Vorteile der Bioenergie

Für den Landwirt


Das Betreiben einer Biogasanlage bietet Landwirten und Agrarbetrieben große Vorteile. Die Abnahme des produzierten Stroms ist für 20 Jahre gesetzlich garantiert und sichert  ein langfristiges Zusatzeinkommen. Der Ertrag aus der Produktion nachwachsender Rohstoffe für die Energiegewinnung ist höher als der Ertrag aus dem Verkauf von Futtermitteln und Getreide. Gülle muß nicht entsorgt werden, sondern wird nach ihrer energetischen Nutzung zu hochwertigem Dünger. Zudem kann kostengünstige Wärme aus der Kraft-Wärme-Kopplung verkauft oder zum Beheizen eigener Gebäude genutzt werden.






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Für die Umwelt

Jede mit Biogas erzeugte Kilowattstunde Strom verringert den Einsatz fossiler Brennstoffe und vermindert auf diese Weise die bedrohlich gewordene Veränderung des Erdklimas. Denn bei der Vergärung von Biomasse und der anschließenden Verbrennung des dabei entstehenden Gases werden – im Gegensatz zur Verbrennung von fossilen Energieträgern - nicht mehr Klimagase freigesetzt, als die organischen Stoffe während ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben und während ihrer ungesteuerten Verrottung ohnehin freisetzen würden.
Die Erzeugung und Nutzung von Biogas ist aber nicht nur eine effektive Art der Energieerzeugung, sie bringt zudem eine Reihe weiterer positiver Umweltauswirkungen mit sich, wie den Schutz des Bodens und des Grundwassers.

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Für die Wirtschaft

In der mittelständisch geprägten Bioenergiebranche mit den Energieträgern Biogas, Holz und Biodiesel sind in Deutschland mehr als 70.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Mit einem Umsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro und einem jährlichen Wachstum jenseits der 20 Prozent ist die Bioenergiebranche ein immer wichtigerer Wirtschaftsfaktor in Deutschland.
Der Bau von Biogasanlagen schafft in den ländlichen Gebieten neue Arbeitsplätze, bringt den Kommunen Gewerbesteuereinnahmen und sichert die Überlebensfähigkeit vieler landwirtschaftlicher Betriebe. Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern gibt die Biogastechnologie wichtige Impulse für die regionale Wirtschaft.






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Informationen
Ansprechpartner:

Hans-Werner Greß
Projektentwicklung Biomasse

Tel.: +49 (0)611 26 765-524
Fax: +49 (0)611 26 765-599

hans-werner.gress@abo-wind.de


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