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Bericht des Vorstandes der ABO Wind AG zum Geschäftsjahr 2000

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

das abgelaufene Geschäftsjahr war für die "ABO Wind" überaus erfolgreich.

Zunächst fand die Umwandlung der Gesellschaft am 18. April 2000 von der Ahn & Bockholt Planungsgesellschaft zur Nutzung der Windkraft und anderer regenerativer Energien mbH in eine Aktiengesellschaft statt. Durch die wachsende Anzahl der Projekte und dadurch bedingtem höheren Eigenkapitalbedarf bildet diese Unternehmensform die geeigneten Rahmenbedingungen für die stetig anhaltende Expansion des Unternehmens. Bereits ein halbes Jahr später konnte die erste Kapitalerhöhung innerhalb kürzester Zeit erfolgreich abgeschlossen werden. Dies zeigt uns das große Vertrauen unserer Anleger in die qualitativ hochwertige Arbeit der ABO Wind AG.

Das Ergebnis von 2000 belegt, dass die ABO Wind AG das in sie gesetzte Vertrauen erfüllt. Mit einem Gewinn, der rund 70% über den für das Jahr 2000 gesetzten Zielen liegt und damit das Ergebnis des Jahres 1999 mehr als verdoppelt, hat die junge Aktiengesellschaft eindrucksvoll demonstriert, dass der geplante Wachstumskurs eingehalten wird.

Windkraft
Der bisher von der Gesamtleistung größte von der ABO Wind AG projektierte und erbaute Windpark ging im Oktober letzten Jahres in Schleiden-Schöneseiffen in der Nordeifel mit 15 x 1,5 MW = 22,5 MW Nennleistung ans Netz. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug rund 52 Mio. DM. Partner bei der Eigenkapitaleinwerbung war die GLS Gemeinschaftsbank eG in Bochum, welche 12 der insgesamt 15 Anlagen mit jeweils 1,5 MW im Rahmen eines Bürgerwindparks betreibt. Das Projekt wurde reibungslos und zur vollsten Zufriedenheit des Hauptkunden, der GLS Gemeinschaftsbank eG, abgewickelt. Die hohe Akzeptanz dieses Projektes in den dort umliegenden Gemeinden zeigt, dass auch Projekte dieser Größenordnung bei sach- und fachgerechter Planung und Durchführung erfolgreich realisiert werden können.

Zwei Anlagen dieses windgünstigen Standortes befinden sich im Eigentum der ABO Wind AG. Durch die eigenen WKA's soll neben der Ausübung von Dienstleistung langfristig Substanz in der ABO Wind AG gebildet werden. Die guten Ertragsergebnisse (s.u.) dieser Anlagen bedeuten nicht unerhebliche "stille Reserven" für die Firma.

Erfreulicherweise bewegten sich die Erträge des Windparks Schleiden in den ersten Monaten um ca. 20 % über den ursprünglich prognostizierten Zahlen. Dass es sich bei dem Schleidener Windpark, selbst mit den prognostizierten Erträgen, um eine lukrative Finanzanlage handelt, wurde in einem Artikel der Zeitschrift "Capital" dargelegt. Die Analysten bewerteten vier große Windparks und ermittelten dabei für den Windpark Schleiden die besten Kennzahlen.

Neben diesem Projekt wurden im Jahr 2000 weitere 7 MW Windkraftleistung geplant errichtet und in Betrieb genommen. Damit hat die ABO Wind AG wie geplant rund 30 MW Nennleistung fertiggestellt.

Für eine Reihe weiterer Windparkprojekte wurden Flächen gesichert und Genehmigungsverfahren weitergeführt. Für die Projekte des in den Folgejahren geplanten Wachstums wurden gute Grundlagen gelegt.

Biomasse
In diesem noch jungen Geschäftsfeld stand im Jahr 2000 für ABO Wind vorrangig die Projektentwicklung im Vordergrund. Insgesamt wurden sechs konkrete Projekte verfolgt, vier aus dem Bereich Holz sowie zwei Biogasvorhaben.

Personal
Das wichtigste Kapital jedes Unternehmens im Dienstleistungssektor liegt in der Qualifikation und der Motivation des Personals. Dem rasanten Wachstum des vergangenen Jahres folgend und zukunftsorientiert planend wurde das Personal von elf Firmenangehörigen Anfang des Jahres 2000 auf 14 (inkl. Vorstand) zum 31.12. 2000 erhöht. Schwerpunkt bildete der Bereich Planung und Gutachten.

Kapitalerhöhung im Herbst 2000
Der Vorstand entschied mit Zustimmung des Aufsichtsrates in einem ersten Schritt, von dem über das Grundkapital hinaus genehmigten Kapital, 50.000 nennwertlose Namensaktien auszugeben. Damit erhöhte sich der Aktienbestand auf 250.000 Stück. Der Ausgabekurs betrug 20 EUR, welches einer Kapitalerhöhung von 1 Mio. EUR entspricht. Der Eintrag in das Handelsregister Wiesbaden erfolgte im März 2001. Die Gesamtzahl der Aktionäre beträgt nunmehr insgesamt 118 Anleger. Durch die Kapitalerhöhung ist es der ABO Wind AG nun möglich, den bei Großprojekten höheren Eigenkapitalbedarf komplett vorzu-finanzieren, welches die Planungssicherheit und termingetreue Abwicklung der Projekte erheblich begünstigt. Von dieser Möglichkeit wurde erstmalig bei dem Windpark Burg-Gemünden Gebrauch gemacht. Mit dem für das Jahr 2000 erwirtschafteten Gewinn vor Einstellung in die gesetzliche Rücklage von 740.000,- DM ergibt sich, bezogen auf 250.000 Aktien, ein Gewinn von 2,96 DM je Aktie, was bei einem Preis von 20 EUR einer Rendite von 7,5% entspricht. Es ergibt sich damit ein KGV von 13,2.

Über das gesamte Geschäftsjahr hinweg kann die Liquidität des Unternehmens als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Bilanz
Das Geschäftsjahr 2000 wurde mit einer Bilanzsumme von rund 12,2 Mio. DM gegenüber dem Jahr 1999 mit 2,3 Mio. DM abgeschlossen. Der Umsatz betrug im Jahr 2000 11,8 Mio. DM. Im Jahr 1999 wurden 17,5 Mio. DM umgesetzt. Dies bedeutet jedoch keine betriebswirtschaftliche Verringerung, da im Geschäftsjahr 2000 rund 35 Mio. DM der Gesamtinvestition direkt zwischen Windkraftanlagenhersteller und Kunden abgewickelt wurden, d.h. dass sich ein vergleichbarer Wert in 2000 zu 1999 von 46,8 Mio. DM ergeben hätte, das 2,5-fache. Der Jahresüberschuss nach Steuern und vor Einstellung in die Gewinnrücklage hat sich mit rund 740.000,- gegenüber 350.000,- DM im Jahr 1999 mehr als verdoppelt. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich von 1,36 Mio. DM in 1999 auf 6,35 Mio. DM im Jahr 2000.

Ausblick aus das Jahr 2001
Inhaltliches Ziel der ABO Wind AG ist der weitere Ausbau der regenerativen Energien im Sinne einer ökologisch verträglichen Energiewirtschaft, sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland. Hauptschwerpunkt wird auch in Zukunft die Windenergie sein. Als weiteres Standbein wird die ABO Wind AG den Geschäftsbereich Biomasse weiter ausbauen. Nachdem die Kapitalerhöhung durch Eintrag in das Wiesbadener Handelsregister auch formell vollzogen war, beauftragte die ABO Wind AG am 19. März 2001 die in Lünen ansässige Wertpapierhandelsbank AHAG AG mit dem außerbörslichen Listing der ABO Wind Aktien in dem AHAG-Segment "Classic Division". Dieser Schritt wurde in Fachkreisen sehr positiv aufgenommen. So prognostiziert beispielsweise Herr Max Deml von der ÖKO-INVEST in Wien trotz allgemein schwierigem Börsenumfeld einen Kurs der ABO-Wind-Aktie zum Ende diesen Jahres zwischen 26 und 32 EUR, welches einem Zuwachs zwischen 30 und 60 % entsprechen würde. Gleichzeitig nahm Herr Deml die ABO-Wind-Aktie in sein Musterdepot auf. Der Kurs bewegte sich in den ersten Wochen des Handels zwischen 21 und 24 EUR.

Anfang 2001 wurden nochmals sechs weitere MitarbeiterInnen eingestellt. Schwerpunkte der Neueinstellungen waren die Bereiche Projektentwicklung, Planung und Gutachten. Die ABO Wind AG erbringt mit nunmehr insgesamt 20 qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die bewährte ABO-Wind-Qualität, von der Suche nach geeigneten Standorten über die Projektierung bis hin zur schlüsselfertigen Erstellung der Windparks. Damit besitzt sie das Know How und die Kapazitäten, sich den zukünftigen Herausforderungen in diesem dynamisch wachsenden Markt sowohl in Deutschland als auch in lukrativen Zukunftsmärkten wie Spanien, Frankreich usw., kompetent und selbstbewusst zu stellen.

Aufgrund der personellen Expansion war es für das "Mainzer Büro" von ABO Wind unumgänglich, sich nach neuen Büroräumlichkeiten umzuschauen. Am 01. März 2001 wurden die neu eingerichteten Büroräume in der Oberdorfstraße 10 in 55262 Heidesheim (bei Mainz) bezogen. Die Räume bieten auf zwei Etagen mit insgesamt 190 qm ausreichend Fläche für das nun zwischenzeitlich dort auf 12 MitarbeiterInnen angewachsene Personal.

Das Ziel der ABO Wind AG für das Jahr 2001 ist die Errichtung von insgesamt 35 MW installierter Windkraftleistung. Entsprechend dem Aktienprospekt zur Kapitalerhöhung vom Herbst 2000 ist ein Roherlös von 5,16 Mio. DM geplant. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2001 erweist sich als sehr vielversprechend. Nach der aktuellen Entwicklung zu urteilen werden bis Ende des Jahres die Planzahlen wiederum deutlich überschritten werden. Insgesamt sind derzeit acht konkrete Projekte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen in Bearbeitung. Zur Sicherung der für die Folgejahre gesetzten Ziele ist das Akquisitionsteam der ABO Wind AG mit der Suche neuer Standorte und Flächensicherungen weithin erfolgreich.

Die ABO Wind AG sieht sich im Markt der Planungsfirmen für Windparks nach den 5-6 großen deutschen Planungsfirmen in der zweiten Reihe gut positioniert.

Auslandsmärkte
Anfang diesen Jahres wurde die Tochtergesellschaft ABO Wind España S.A. mit Sitz in Valencia gegründet. Die ABO Wind AG ist mit 90 % mehrheitlich an dem Unternehmen beteiligt. Ein erstes Projekt wurde weiter vorangetrieben und kann u.U. noch in diesem Jahr realisiert werden.

In verschiedenen EU-Ländern werden zur Zeit kleinere Aktivitäten von ABO Wind vorgenommen. Die Gründung weiterer Auslandstöchter ist geplant.