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Spanien

Windenergie in Spanien

Der nationale „Erneuerbare-Energien-Plan“ der spanischen Regierung setzt das Ziel, bis 2020 die Windkraft an Land auf 35.000 Megawatt und auf See auf 750 Megawatt auszubauen. Bis Mitte 2011 waren in Spanien Windparks mit einer Kapazität von rund 22.000 Megawatt am Netz. Damit ist Spanien der weltweit viertgrößte Windmarkt hinter den USA, China und Deutschland. Die Windkraft deckt bereits rund 15 Prozent des spanischen Strombedarfs. Einer Studie zufolge trägt die Branche 3,8 Milliarden Euro zum spanischen Bruttoinlandsprodukt bei und hat damit etwa den Weinanbau oder die Fischerei überflügelt.


Großes Potenzial

Spanien verfügt über viele windreiche Flächen. Das in dem Erneuerbaren-Energien-Plan genannte Potenzial übersteigt das Ausbauziel bis 2020 annähernd um den Faktor Zehn. Demnach könnten langfristig sogar 330.000 Megawatt Windleistung installiert werden. Spanien könnte allein aus Wind mehr Strom produzieren als das Land benötigt.


Unklare Gesetzeslage

Derzeit fehlt ein regulatorischer Rahmen insbesondere für die Einspeisevergütung neuer Windkraftprojekte. Daher werden praktisch nur noch Projekte realisiert, die noch auf Grundlage des alten Tarifs eine Einspeisezusage erhalten haben und in das Register aufgenommen worden sind. Das bremst die Entwicklung merklich. So sind im ersten Halbjahr 2011 lediglich knapp 500 Megawatt ans Netz gegangen. Im Vergleich zu den stürmischen Jahren vor 2010 ist das ein dramatischer Einbruch. Um das Ausbauziel zu erreichen, müssten bis 2020 jährlich mindestens 1.400 Megawatt errichtet werden. Davon entfernt sich Spanien zusehends. Sobald allerdings ein vernünftiger neuer Tarif in Kraft tritt, dürfte der Markt wieder an Dynamik gewinnen.


Bedenklicher Entwurf

Einen Entwurf für einen neuen Einspeisetarif legte das Wirtschaftsministerium im September 2011 vor. Nach Überzeugung der meisten Marktakteure stellt dieser Entwurf allerdings keine geeignete Grundlage für eine positive Entwicklung der Windkraft auf der iberischen Halbinsel dar. Nach harschen Protesten sah es Ende 2011 nicht danach aus, als würde dieser Entwurf Gesetzeskraft erlangen. Stattdessen stellt sich die Branche auf weiteres Warten auf eine neue Regelung ein.


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ABO Wind ESPAÑA S.A.

ABO Wind hat Anfang des Jahres 2001 in Spanien die Tochtergesellschaft ABO Wind ESPAÑA S.A. (vergleichbar einer AG) mit Sitz in Valencia gegründet. Zehn Mitarbeiter sind mittlerweile dort und am zweiten Sandort in Valladolid tätig und haben Projekte mit rund 300 Megawatt in Bearbeitung.

Für den 50-Megawatt-Windpark „Santa Maria de Nieva“ in der andalusischen Gemeinde Velez Rubio, an dem ABO Wind bereits geraume Zeit arbeitet, wurde der Eintrag ins Register erreicht. Damit ist der aktuelle lukrative Einspeisesatz für das Projekt gesichert, was die Werthaltigkeit erhöht. Das Projekt ist mittlerweile an ein spanisches Unternehmen verkauft. Gemeinsam mit dem neuen Besitzer arbeitet ABO Wind daran, „Santa Maria de Nieva“ 2012 in Betrieb zu nehmen.

Ebenfalls 2012 könnten unter günstigen Umständen zwei kleinere Windparks in Castilla y León realisiert werden, sofern sie als experimentelle Projekte eingestuft werden. ABO Wind hat Anfang des Jahres 2001 in Spanien die Tochtergesellschaft ABO Wind ESPAÑA S.A. (vergleichbar einer AG) mit Sitz in Valencia gegründet. Zehn Mitarbeiter sind mittlerweile dort und am zweiten Sandort in Valladolid tätig und haben Projekte mit rund 200 Megawatt in Bearbeitung.
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